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»Unzumutbar: Die verdreckte Straße beim DHL-Zentrum in Mecklar. Foto: joStraßenverunreinigungen bei DHL in Mecklar

Unsere Region zeichnet sich durch eine herrliche Landschaft aus. Was aus dieser wird, wenn mit ihr verantwortungslos umgegangen wird, sieht man derzeit im Industriegebiet Mecklar.

» LUDWIGSAU. - DHL ist ein bedeutender Arbeitgeber in unserer Region geworden. Das Logistikzentrum in Mecklar bietet zahlreichen Menschen aus unserem Kreis „Lohn und Brot“ und gibt unserer wirtschaftlich gebeutelten Region Hoffnung. Doch was sich momentan an der Straße abspielt, die viele Laster nutzen, um das Gelände zu erreichen, ist nicht gerade appetitlich und schon gar nicht umweltfreundlich. Weil viele LKW-Fahrer längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, um ihr Transportgut abladen zu können, verrichten viele ihre menschliche Notdurft ungeniert auf der Straße. Darüber hinaus wird der auf der Fahrt angesammelte Müll in die Natur geworfen. „Für die Straßenreinigung ist DHL als Anwohner zuständig“, betont Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann. Um der Lage Herr zu werden, hätten schon gemeinsame Säuberungsaktionen seitens der Gemeinde und DHL stattgefunden. Doch diese würden nicht viel nutzen, da die Straße immer wieder verunreinigt werde, so Baumann. „Wir bieten den Fernfahrern die Möglichkeit, unsere Waschräume und Toiletten zu nutzen“, sagt ein Sprecher von DHL.

»Müllberge: Fehlende Entsorgungsmöglichkeiten lassen die Natur unter den Hinterlassenschaften der LKW-Fahrer leiden. Foto: joDoch dieses Angebot nutzen anscheinend nicht viele, denn Woche für Woche zeigt sich in Mecklar das erschreckende Bild einer, mit Exkrementen verdreckten Straße. Auf die Frage hin, ob die Gemeinde nicht mit „Dixi-Häuschen“ aushelfen könnte, antwortet Bürgermeister Baumann, dass dies kein Sinn hätte, da die Häuschen umgestoßen werden würden, sobald man sie aufstelle.

„Das zeigt die Erfahrung. Ebenso verhält es sich mit Mülleimern. Diese sind zudem schnell überfüllt und wir kämen mit dem Leeren gar nicht nach“, so der Bürgermeister. Fraglich ist nur, ob man die gesamte Schuld an den „Brummi-Fahrern“ abladen kann. Diese haben meist stundenlange Fahrten hinter sich und müssen zusätzlich noch eine lange Wartezeit in Kauf nehmen, wenn sie ihre Ladung abliefern.

Da ist der lange Weg zu den Waschräumen des DHL-Zentrums wohl doch zu weit und umständlich.

Doch sowohl DHL als auch die Gemeinde finden bis zum jetzigen Zeitpunkt dafür keine endgültige Lösung. „Wir werden wahrscheinlich wieder Säuberungsmaßnahmen durchführen müssen, weil man den LKW-Fahrern anscheinend nicht klar machen kann, die Waschräume zu nutzen und den Müll bei DHL zu entsorgen“, sagt Baumann.

Mit dem Problem steht die Gemeinde Ludwigsau im übrigen nicht alleine da: Auch im Gewerbegebiet Friedewald beklagen sich die Anlieger über zunehmende Verunreinigungen, weil es für die Trucker dort ebenfalls keine Toiletten gibt. (jo)

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