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Alles nach Plan: In seiner „Schaltzentrale“ im Technischen Rathaus koordiniert Wilfried Roßbach der Herschfeller liebstes Fest. Foto: HarthIn acht Wochen beginnt der große Lollstrubel

In acht Wochen fällt in Bad Hersfeld der Startschuss für die große Lollsparade. Riesenrad, spektakuläre Fahrgeschäfte und ein neuer Festwirt erwarten die Besucher.

» BAD HERSFELD. - Entspannt lehnt sich Lolls-Organisator Wilfried Roßbach in seinem Bürosessel zurück. Die Vorbereitungen für den Festzug sind nahezu abgeschlossen, 50 Beiträge gemeldet und die Fahrgeschäfte bereits seit Februar fest eingeplant. „Wir haben 50 Schausteller verpflichtet, die den Festplatz mit seiner Gesamtgröße von 10.200 Quadratmetern in einen Vergnügungspark verwandeln werden“, erzählt er. Abermals hat er sich gemeinsam mit seinen Helfern die Aufgabe gestellt, das beste Lullusfest aller Zeiten zu veranstalten.

Hoch hinaus geht es wieder nach der obligatorischen Pause von einem Jahr mit dem Bellevue-Riesenrad. Was gibt es schließlich Schöneres, als die Lullusstadt aus der Vogelperspektive zu betrachten?

„Als absolute Top-Neuheit präsentiert sich das Flip Fly“, verrät Mr. Lolls. „Die Überkopf-Drehschaukel feierte 2009 auf dem Oktoberfest Premiere und war dort die große Attraktion.“ Mutige Lolls-Besucher können sich auf eine spektakuläre Flug- und Überkopfeinlage gefasst machen. „Das Flip Fly ist für unseren Festplatz ideal, weil es in die Höhe ragt und deshalb extrem platzsparend ist“, sagt Wilfried Roßbach.

Jahrmarktsromantik pur verspricht die 100 Jahre alte Rutschbahn „Toboggan“: Die Riesenrutsche erfreut mit ihrer glanzvollen Aufmachung und ist eine Attraktion für alle Generationen.

Nach einem kurzen Intermezzo des im vergangenen Jahr in die Kritik geratenen Catering Apel aus Kassel, soll nun die Hildesheimer Firma Schulz für das leibliche Wohl der Festzeltgäste sorgen. „Es handelt sich hierbei um ein bodenständiges Unternehmen, das Volksfesterfahrung mit sich bringt“, verrät der Lolls-Organisator. „Übrigens wird es dieses Mal kein blau-weißes bayerisches Festzelt geben.“

Bedenken, dass das Lullusfest irgendwann seinen Reiz verlieren könnte, weist Wilfried Roßbach entschieden zurück. „Sicherlich sind gerade bei Volksfesten in großen Städten, wie Hamburg oder Frankfurt, die Besucherzahlen rückläufig. Das Freizeitangebot ist dort sehr groß und die Veranstaltungen sind zu lang. In Hamburg finden an 93 Tagen im Jahr diverse Volksfeste statt, das ist dann nichts Besonderes mehr für die Besucher.“

Acht Tage Lullusfest seien für eine Stadt unserer Größenordnung völlig ausreichend. Verlängerungen würden nur für eine Entzerrung und für „tote Hose“ auf dem Marktplatz sorgen. „Und außerdem lieben und leben die Herschfeller ihr Lullusfest“, betont Mr. Lolls.

Eine Liebe, die bereits 852 mit der Heiligsprechung des Erzbischofs Lull begann – und wohl niemals enden wird. Es sei denn, dass eines Tages das Fierche aufhört zu brennen. Denn dann heißt es für Deutschlands ältestes Volksfest „ab nach Fulda!“. (sh)

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Kommentare (1)
1 Sonntag, den 15. August 2010 um 22:57 Uhr
Das Fest hat schon seit langer Zeit seinen Reiz verloren, jedes Jahr die selbe Mumpe, saufen, saufen,saufen. Betriebsblindheit hat schon so manchen Chef erfasst.

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