Thomas Fehling startet in den Wahlkampf
Das Thema Festspiele bestimmt zurzeit den Bad Hersfelder Bürgermeisterwahlkampf. Thomas Fehling setzt darüber hinaus weitere Akzente.
» BAD HERSFELD. - Als Thomas Fehling am vergangenen Donnerstag seinerseits den Wahlkampf um Bad Hersfelds höchstes Amt eröffnete, zeigte sich der „Mückenstürmer“ kämpferisch und heimatverbunden. „Ich habe dieser Stadt viel zu verdanken und möchte ihr deshalb etwas zurückgeben“, so der FDP-Kreisvorsitzende. Dabei legte Fehling in seiner ersten Veranstaltung den Fokus aber nicht nur auf die Festspiele, wie seine Konkurrenten. Für ihn stand auch das Thema „Demographischer Wandel“ im Vordergrund, der laut Expertenmeinungen für Bad Hersfeld eine düstere Zukunft voraus sieht. „Die Einwohnerzahl unserer Stadt ist im vergangenen Jahr unter die Grenze von 30.000 Einwohner gefallen“, erläuterte Fehling. Dies sei dahingehend dramatisch, dass dadurch der Stadt viele Zuwendungen, Funktionen und Mittel abhanden kämen. „Die Probleme Bad Hersfelds sind komplex und vernetzt, doch egal an welcher Schraube wir auch drehen: Entscheidend ist das Angebot der Arbeitsplätze“, erklärte Fehling. „Gerade in diesem Bereich ist es wichtig den Mittelstand zu fördern, um längerfristig Menschen in unserer Stadt halten zu können.“ Das „uns“ betonte Fehling auch in Bezug auf die Festspiele, deren momentaner Zustand seiner Ansicht nach, nicht akzeptabel sei. „Das Entscheidende ist, dass wir die Atmosphäre der „schönsten Bühne der Welt“ wieder beleben und die Festspiele wieder zu unseren Festspielen machen müssen!“, sagte der 42-jährige Lullusstädter.
Lösungsansätze
Dabei gehe es darum, sowohl länger-als auch kurzfristig Lösungen zu finden, die die Ruine wieder füllen und die Stadt wieder beleben. Fehling versteifte sich aber nicht darauf nur Visionen zu präsentieren, sondern stellte zugleich seine Lösungsansätze vor.
„Die Kette der Abläufe, vor allem im Vertrieb, müssen perfekt sein“, betonte Fehling. Zu dieser“ perfekten Kette“ gehöre eine leistungsbezogenen Bezahlung des Intendanten und des Vertriebes. Zudem sei es wichtig, dass Kartenverkäufe im Internet sowie die Infrastruktur der Stadt, wie das Leitsystem am Marktplatz, einwandfrei funktionieren müssten.
„Wir müssen die Stadt und die Festspiele wieder attraktiver machen und dürfen uns nicht darauf verlassen, dass sich die Karten von alleine verkaufen!“ Dabei unterstrich der Bürgermeisterkandidat, dass man „aggressiver“ vorgehen müsse und keine Chance verstreichen lassen dürfe, mehr Menschen in „unsere“ Stadt zu locken. (jo) |
Ein echter Hersfelder für Bad Hersfeld (kein Rechtsanwalt aus Leipzig, der sich mit Hersfeld nicht identifizieren kann und auch besser, als ein Bürgermeister aus Friedewald, der wegen Aussicht auf einen besseren Job die Burger in Friedewald im Stich lässt)!