Windkraft: Junge Union setzt auf Akzeptanz Druckbutton anzeigen? E-Mail

Christian Eckardt, Kreisvorsitzender der Jungen Union.Rund um die Energiewende

Im Zeitalter der Energiewende hat sich die Junge Union kürzlich intensiv mit dem Thema Windenergie befasst.

HEF-ROF. Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich mit der Energiewende für Politik und Gesellschaft? Um diese Frage ging es während einer Kreisvorstandskonferenz der Jungen Union (JU) Hessen in Fuldatal (Landkreis Kassel) gemeinsam mit Mark Weinmeister, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Weinmeister berichtete, dass die Landesregierung die künftige hessische Energiepolitik auf Grundlage des Energiegipfels ausrichten werde. Der Endenergiebedarf in Hessen soll dabei möglichst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 gedeckt werden. Das größte Potenzial habe laut dem Staatssekretär die Windkraft.

„Das Thema Windenergie wurde innerhalb der Jungen Union in den vergangenen Jahren stets kontrovers diskutiert", so Christian Eckhardt, Kreisvorsitzender der JU Hersfeld-Rotenburg. Priorität für die JU habe der Schutz der Natur- und Kulturlandschaft im Kreis. Dies schließe anlässlich der Energiewende und dem Aus der Kernenergie den Ausbau der Windenergie jedoch nicht mehr aus. Für die jungen Christdemokraten habe dabei die Akzeptanz der Bevölkerung eine herausgehobene Bedeutung, die nur durch transparente Entscheidungsfindungen und mehr Beteiligung sowie Mitspracherecht der Bürger vor Ort erreicht werden könne. „Wir erwarten nun von der Regionalversammlung Nordhessen und den Entscheidungsträgern, dass in gemeinsamer Verantwortung mit den demokratisch legitimierten Kommunalparlamenten vor Ort eine breite Diskussionsgrundlage zur Ausweisung von Windvorrangflächen im Kreisgebiet und den Gemeinden geschaffen wird", erklärt Eckhardt.

Als Kriterium zur Ausweisung von Windvorrangflächen sieht die Junge Union nicht nur das Windaufkommen, sondern insbesondere auch die Einhaltung von Abstandsregelungen zu Wohngebieten und die Möglichkeit zur Konzentration von Anlagen zu Windparks, ohne die Landschaft mit Windrädern zu „verspargeln". „Weiterhin spricht sich die Junge Union deutlich dafür aus, dass neben naturschutzrechtlichen Aspekten das Schutzgut Mensch bei Entscheidungsverfahren deutlicher in den Fokus rückt", berichtet Robert-Helge Patry, Beisitzer im JU-Kreisvorstand. „Die Entscheidung des hessischen Energiegipfels, die Nutzung der Windkraft auch im Wald durch die Bereitstellung geeigneter landeseigener Waldgrundstücke voranzutreiben, wird von der Jungen Union Hersfeld-Rotenburg daher klar unterstützt, um den Energiebedarf in Zukunft aus erneuerbaren Energien decken zu können und Versorgungssicherheit zu gewährleisten", führt Patry aus.

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