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Nicht mehr Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Rotenburg: Thorsten Bloß.Thorsten Bloß nicht mehr DRK-Kreisgeschäftsführer

ALTKREIS ROTENBURG. - Thorsten Bloß (49) ist nicht mehr Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Rotenburg. Am Dienstag, 31. Januar, wurde von seiner Aufgabe freigestellt. Dazu der Kreisvorsitzende Jürgen Grau: „Um jegliche Spekulation zu vermeiden, möchte ich schon im Vorfeld darauf hinweisen, dass Herr Bloß sich nicht unehrenhaft verhalten hat. Grund für die Trennung waren unterschiedliche Auffassungen über die weitere Führung des Kreisverbandes."

Im Zusammenhang mit der Trennung von Bloß gab es zudem Gerüchte, dass der „gesamte Kreisvorstand" zurücktreten wolle. Jürgen Grau: „Davon ist mir, zumindest bis jetzt, nichts bekannt. Weder wird der geschäftsführende Vorstand, der aus fünf Personen besteht, zurücktreten, noch der erweiterte siebenköpfige Vorstand", sagte der Vereinsvorsitzende, der im Hauptberuf Bürgermeister der Gemeinde Wildeck ist.

Keine Parteipolitik

Grau ist parteiunabhängig, Thorsten Bloß im Ehrenamt Kreisvorsitzender der Christdemokraten. Vor zwei Jahren war Bloß als Kandidat um das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten angetreten, war der amtierenden Elke Künholz (SPD) jedoch unterlegen. Jürgen Grau: „Bei der Personalentscheidung des Vorstands geht es keinesfalls um Politik, die im Roten Kreuz grundsätzlich keine Rolle spielt. Zudem möchte ich betonen, dass der DRK-Kreisverband trotz der derzeitigen Vakanz seine Aufgaben in vollem Umfang weiterführen wird. Wir suchen jetzt überregional nach einem geeigneten Bewerber, der seine Aufgabe zum 1. Juli, bei früherer Verfügbarkeit auch eher, antreten kann." Eine entsprechende Ausschreibung läuft seit diesem Wochenende.

Weiter wollte sich Grau zur Freistellung von Thorsten Bloß nicht äußern. Aus DRK-Kreisen heißt es, Vorstand und Geschäftsführer seien sich uneinig über die zukünftige Struktur des Rotenburger Kreisverbands. Während Bloß auf eine engere Verzahnung mit dem Nachbarkreisverband Bad Hersfeld hingearbeitet hätte, soll der Vorstand diese Bemühungen nicht unterstützt und seine Eigenständigkeit in den Vordergrund gestellt haben. Thorsten Bloß selbst wollte sich zu den Gründen nicht äußern. „Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Nach einer langen gemeinsamen Zeit ist es manchmal so, dass man sich auseinanderlebt." Dass es keine Unregelmäßigkeiten im Kreisverband gegeben habe, bestätigt auch Jürgen Grau.

„Bin nicht besorgt"

Über eine berufliche Perspektive wollte Thorsten Bloß zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nichts sagen. „Ich bin jedenfalls nicht beunruhigt", erklärte der 49-jährige Diplom-Betriebswirt. Bloß war immer wieder für politische Spitzenämter im Kreis Hersfeld-Rotenburg genannt worden. Neben der Kandidatur um das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten nennen ihn Parteifreunde sowohl als respektablen und aussichtsreichen Kandidaten um das Landratsamt wie auch als potenziellen Kandidaten um die Position des Bürgermeisters seiner Heimatstadt Bebra.

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