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Heringens Bürgermeister Hans Ries.Kommentar zum Haushaltsentwurf des Kreises 2012

In einer Presseerklärung zieht Heringens Bürgermeister Hans Ries eine Bilanz zum Kreishaushaltsentwurf 2012.

HERINGEN. - „Dem Landrat ist es in seiner Amtszeit tatsächlich gelungen, das bis dahin vorhandene Vermögen des Kreises durchzubringen. Er gibt zu, dass der Kreis nun pleite ist", äußerte sich Heringens Bürgermeister Hans Ries zu dem jüngst bekanntgegebenen Entwurf des Kreishaushalts 2012.

Jedoch erkläre Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt auch, dass der Haushaltsfehlbetrag in diesem Jahr nicht 19, sondern „nur" rund 10 Millionen hoch sei.

„Der diesjährige Fehlbetrag ist aber nur deshalb niedriger ausgefallen, weil die Stadt Heringen (Werra) nochmals 4,3 Millionen mehr an den Kreis überweist als im letzten Jahr, und aus Philippsthal dürfte in etwa der gleiche warme Regen kommen", weist der Rathauschef in diesem Zusammenhang hin.

Allerdings müsse man laut Ries feststellen, dass es in der Amtszeit des Landrates viel eleganter zugehe und selbst sein Dienstwagen (mit Chauffeur) locker mit den Limousinen der Bundesminister mithalten könne, während in Heringen der wesentliche Teil der Dienstfahrten aus der privaten Tasche des Bürgermeisters finanziert werde und das eingesparte Geld der Kinder- und Jugendarbeit zugute käme.

„Dass man sich im Verhältnis betrachtet, beim Kreis eine deutlich bessere Personalausstattung leistet, dürfte niemanden wundern. Und auch bei der Vermögensbilanz gibt es deutliche Unterschiede", zeigt sich der Bürgermeister der Werrastadt weiterhin verärgert: In Heringen nehme das Vermögen im Gegensatz zu den Schulden erheblich zu und beim Kreis sei es demnach bereits restlos aufgefressen.

„Wenn uns dann der Landrat in Bezug auf die Haushaltsführung ständig die Leviten lesen will, wirkt das etwa so, als ob die griechische Regierung von uns endlich mehr Fleiß und solides Haushalten anmahnt und uns obendrein praktische Ratschläge geben will", lautet der Vergleich, den Hans Ries zieht und fragt sich zugleich: „Wie hätte wohl Frau Bundeskanzlerin Merkel ihrem bis auf die Hosenknöpfe abgebrannten griechischen Amtskollegen in diesem Fall geantwortet?"

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