„Siehst du ein Feuer irgendwo, wähle schnell die 1 1 2.“ Druckbutton anzeigen? E-Mail

Mit offenem Feuer umgehen, will gelernt sein. Anika Maul zeigt den Vorschulkindern, wie es gehtBrandschutzerziehung im Kindergarten

Die Angst verlieren und im Brandfall richtig reagieren. Seit dieser Woche wissen die Vorschulkinder in Niederaula, worauf es ankommt.

NIEDERAULA. – Wie entsteht ein Feuer? Warum darf ich mich nicht verstecken, wenn es brennt? Und was macht die Feuerwehr? Diese und ähnliche Fragen beantworteten insgesamt 11 Brandschutzerzieher am 2. und 3. November den Vorschulkindern der Kindergärten Niederaula und Niederjossa.

Der praktische Teil zum Schluss: Matthias Glück hilft, „das Feuer zu löschen“ (rote Blechklappe zu kippen)„Wer traut sich, die Schutzmaske aufzusetzen?“, fragt Jörg Keileweit, Leiter des Brandschutzerzieher-Teams. Sofort schnellen fast alle Arme hoch. Und natürlich darf jedes Kind testen, wie man sich unter so einer Maske fühlt. Im Hintergrund befreit sich sein Kollege von Atemschutzmaske und Sauerstoffflasche. „Im Ernstfall müssen die Kinder wissen, dass unter der Maske ein Feuerwehrmann steckt, der ihnen hilft, auch wenn er klingt wie Darth Vader“, erklärt Gemeindebrandinspektor Matthias Schenk. Im theoretischen Teil am Mittwoch hatten die Kinder am „Brandhaus“, einem speziell ausgestatteten Wohnhaus-Modell, gesehen, wie schnell ein Feuer entsteht und welche Folgen es haben kann. Mit Feuereifer übten sie danach, einen Notruf abzusetzen. Dafür müssen sie die Telefonnummer „1 1 2“ wählen, ihren vollen Namen, den Aufenthaltsort (eigene Adresse) nennen und erklären, was passiert ist. Kein „Darth Vader“, sondern Stefan Wolfert als Atemschutzgeräteträger. Jörg Keileweit erklärt den Kindern, warum Maske und Sauerstoffflasche wichtig sind.Unterstützung hatten sich die uniformierten Erwachsenen bei Mathilde und Tom geholt. Durch die beiden rothaarigen Handpuppen war der Funke zu den Kleinen schnell übergesprungen. Am Donnerstag testeten die Kinder im Feuerwehrgerätehaus, wie man ein Streichholz anzündet, ohne sich zu gefährden und was passiert, wenn man ein Glas über eine Kerze stellt. Natürlich durften auch die Fahrzeuge besichtigt werden. Während eine Gruppe im Gebäude Uniformen zuordnet, brüllt die andere Gruppe draußen: „Wasser marsch“. Schläuche sind gelegt, angekuppelt und schon kann das Strahlrohr geöffnet werden. Kurz darauf kippt die rote Klappe unter dem Druck des Wassers um. Die Löschübung machte allen Spaß. Zum Abschied durfte jedes Kind eine Urkunde mit nach Hause nehmen. (du)

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