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© Deutscher Wetterdienst | |
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| Zum Thema »Viel Lärm um ein Wildschwein« |
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| Freitag, den 30. Dezember 2011 um 10:40 Uhr |
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Hierzu muss festgestellt werden: Wenn tatsächlich erst um 22 Uhr genannte Feuerwehren alarmiert wurden, dann wird das Wildschwein zur Schweinerei. Bereits um 20.38 Uhr hat der Cantus im Malsfeld-Beiseförth seine Fahrt nicht fortgesetzt, mit dem Hinweis, dass wegen Gleisschaden ein Halt von zehn bis 15 Minuten erforderlich sei. Etwa um 21.15 Uhr erfolgte eine Information, dass die Bundespolizei die Strecke erst wieder freigeben müsse, es könne 90 Minuten dauern. Etwa eine halbe Stunde später wurden alle Fahrgäste aufgefordert, den Zug zu verlassen; dieser müsse umgesetzt werden und wieder nach Kassel fahren. Ersatzverkehr sei organisiert, es käme bald ein Bus. Da steht man neben einem geschlossenen Bahnhof, die Szenerie beleuchtet von einer Funzel, welche wohl als Laterne eine Funktion haben wollte, es ist kalt und dunkel. Doch es waren nicht nur Erwachsene, es waren auch Kinder und Kleinkinder dabei. Und was kam war um 22.38 Uhr ein Cantus. Die Meldung vom KLARTEXT passt nicht in diesen Zeitablauf oder erfordert die Frage: Was hat Cantus seit dem Unfall - also vor 20.38 Uhr – bis 22 Uhr unternommen? Es geht nicht um das Unfallgeschehen, welches immer wieder erfolgen kann. Es geht aber um das Unvermögen von Cantus und dem Management im Umgang mit solchen Ereignissen. Es ist schlicht und einfach schändlich. Darum ist aus dem Wildschwein eine grundsätzliche, insbesondere auf Kinder bezogene, große Schweinerei geworden. Man schmeißt keine Kinder in der Nacht aus dem Zug in die Kälte, macht Versprechungen bezüglich eines Busses, der nicht kommt. Aber eben solche Unfälle mit solchen Auswirkungen sind ein Erstattungsausschluss laut Fahrgastrechten. Ein „Hoch" dem Krisenmanagement von Cantus. Sie können es nicht! Paul-Gerhard Exner, Rotenburg |