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| Zum Thema „Leserbrief Rechte Szene von Karl-Heinz Rudolph" |
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| Montag, den 28. November 2011 um 09:02 Uhr |
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Diese Meinung und dieser Leserbrief schlagen dem Fass den Boden aus. Zunächst erst einmal muss ich sagen, ich bin ein ehemaliger DDR Bürger aus Berlin-Ost. Was Sie, Herr Rudolph, hier als Meinung vertreten und veröffentlichen ist so unfassbar und verbohrt, dass man nicht glauben mag, dass es nach 22 Jahren Wiedervereinigung noch möglich ist, dass es solche Menschen in Deutschland gibt. Ihre Argumentation beweist mir, dass Sie sich in keinster Weise mit der DDR-Vergangenheit und deren Geschichte, mit der Geschichte des geteilten und wiedervereinten Deutschland auseinandergesetzt haben. Woher nehmen Sie also die Weisheit, was uns 45 Jahre gelehrt wurde. Belegen Sie auch, dass in den neuen Bundesländern Rechtsradikale und Verbrecher aufgebaut und herangezogen werden. Ihre Meinung grenzt schon an Volksverhetzung und erinnert stark an Zeiten, die Deutschland unsäglich schlechte Zeiten gebracht haben. Dieses Nazidenken, was Sie hier zu Tage bringen, ist Vergangenheit und gehört verboten. Dass Sie unbescholten davonkommen, verdanken Sie nur einem hohem Gut: Unserer Demokratie – der Meinungsfreiheit. Unsere Bundeskanzlerin als ehemalige Vorzeigekommunistin zu bezeichnen ist einfach nur dumm und belegt Unwissenheit. Sie sind bestimmt auch einer der zu vielen „Deutschen", die über alles meckern und kritisieren, ohne sich überhaupt Gedanken über die Hintergründe zu machen, sich in ihr stilles Kämmerlein zurückziehen und so einen Blödsinn vom Stapel lassen. Dieses Problem, was Sie hier heranziehen, ist ein gesamtdeutsches und hat nichts mit Ost oder West zu tun. Gerade weil solche Verbrecher und Rechtsradikale in einem vereinten Deutschland aufgewachsen und groß geworden sind. Auch die Hintergründe, warum so etwas überhaupt möglich ist, hat nichts mit ehemaligen Ost und West zu tun, sondern eher mit politischen und sozialen Geplänkel unserer Regierung. Wenn man jungen Menschen in Ost sowie West Perspektiven und eine sichere soziale Zukunft gäbe, würden solche Probleme erst gar nicht aufkommen. Darüber sollten Sie mal demnächst nachdenken, bevor Sie wieder so einen unsäglichen Mist wiederholen. Eines noch, Sie schreiben, dass sich nur jene schämen müssen, die solche Taten dulden oder begehen. Wer solche Taten begeht, soll sich nicht schämen sondern muss hart bestraft werden. Geduldet haben wir alle es durch eine Gesellschaft des Wegsehens. Also müssen wir uns auch dafür schämen, dass Deutsche so viel Leid über unsere ausländischen Mitbürger gebracht haben. Jens Pätz, Schenklengsfeld |