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© Deutscher Wetterdienst | |
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| Hessens schönste Stadt gesucht |
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| Samstag, den 21. Januar 2012 um 09:13 Uhr |
| Hersfeld würde in diesem Wettbewerb ganz sicher einen der oberen Ränge einnehmen können, wenn nicht aus heutiger Sicht fast verbrecherisch anmutende Sanierungsentscheidungen in den sechziger und siebziger Jahren durch die kommunalen Entscheidungsträger getroffen worden wären. Würdevolle Fachwerkhäuserzeilen, die immerhin den Krieg überlebten, wurden im Innenstadtbereich niedergelegt. Stattdessen wurden modernistisch geschmacklose Betonbauten und Kaufhäuser im historischen Innenstadtbereich errichtet. Aber auch an den Stadtrandbezirken haben sich Ignoranten in den städtischen Gremien durchgesetzt, indem diese z. B. in den sechziger Jahren die Bingarteser Mühle und in den siebziger Jahren das Bingarteser Gutshaus "kontrolliert abbrennen" ließen. Im restlichen Hessen sieht man den Wert historischer Bausubstanz anders, was ja die Verpflanzung des Gutshauses Engelbach bei Niederaula-Solms in den Hessenpark bei Neu-Anspach anzeigt, welches anlässlich der Schnellbahntrasse am Ursprungsort weichen musste. Wenn heute ein Landwirt Gülle aus Versehen in Bäche gelangen lässt oder jemand illegal alte Reifen im Wald entsorgt, wird der Betreffende empfindlich mit Bußgeldern wegen des Verstoßes gegen Umweltgesetze bestraft. Ich würde es mir sehr wünschen, dass die Entscheidungsträger, die in den 60iger und 70iger Jahren historische Bausubstanz in Hersfeld haben abreißen lassen, noch heute mit empfindlichen Bußgeldern dafür belangt werden könnten! Ebenso würde ich mir auch eine Wertschätzung historischer Bausubstanz in den umliegenden Dörfern sehr wünschen, dass man die wenigen Fachwerkbauten, die es dort noch gibt, besser pflegt (am besten durch die ganze Dorfgemeinde, weil ein alleiniger Privatbesitzer häufig überfordert sein mag), auch wenn sie sehr oft nicht mehr bewohnt sind. In etlichen hessischen Städten wie z. B. in Melsungen und in Rotenburg/Fulda ist man im Innenstadtbereich nicht so würdelos mit historischer Bausubstanz umgegangen, so wird die Stiftsruine den Wettbewerb auch nicht retten können! |