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© Deutscher Wetterdienst | |
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| Noch kein bisschen Weihnachtsstimmung |
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| Geschrieben von: Dirk Lorey |
Geht es Ihnen auch so? Der Kalender zeigt sich um elf Blätter erleichtert, der letzte Monat des Jahres ist angebrochen und der erste Advent liegt schon fast eine Woche zurück. Allenthalben sieht man in den Fenstern, in den Gärten, auf Terrassen und Balkons weihnachtlichen Schmuck, funkelnde Lichter und (meist) zauberhafte Weihnachtsdekorationen. Und dennoch will sich keine rechte Adventsstimmung einstellen. Warum ist das so?
Der Blick aus dem Fenster lässt nicht vermuten, dass in drei Wochen die Christenheit die Ankunft des Heilands und damit die von Gott versprochene Erlösung von dem Bösen feiert. Es ist nicht winterlich, sondern bestenfalls kühl; kaum vorstellbar, dass in 21 Tagen unsere Heimat, bedeckt von einer weißen Schneedecke, ihr schönstes Weihnachtswintergesicht präsentieren soll. Aber nicht nur das Wetter hält uns vom Besinnlichen und der ruhig-fröhlichen Adventsstimmung ab. Die Menschen können nicht den berühmten „Gang zurück" schalten, weil ihr Alltag von Stress, Hektik, Arbeitsdruck, schlimmstenfalls sogar von Existenzangst geprägt ist. Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen, die Arbeitsbelastung nimmt scheinbar von Jahr zu Jahr noch mehr zu. Mittlerweile gehört es für viele zum Alltag, neben ihrer eigentlichen Arbeit täglich auf mehr als 100 e-Mails reagieren zu müssen. Es wird immer verrückter, und zum Jahresende hin steuert der Wahnsinn auf seinen Höhepunkt zu. Zur Besinnung, zur inneren Einkehr oder zum Abschalten bleibt gar keine Zeit mehr. Weitere Stimmungskiller in der Adventszeit sind täglich neue Hiobsbotschaften, die über den Äther gejagt werden. Alles auf Vollgas, der mediale Overkill hat uns fest im Griff. Unfähige Politiker überziehen ganz Europa mit immer gigantischeren Schuldenbergen und bringen uns um den Lohn unserer Arbeit. Im Nahen Osten droht ein neuer Krieg. Der Kursverlauf an den Börsen nimmt immer mehr Raum ein, als ob unser Leben vom Erfolg oder Misserfolg der Mega-Zocker dieser Erde abhinge. Das alles wird noch übertroffen von den Non-Stop-Meldungen über gewalttätige Hohlköpfe: Man könnte meinen, Deutschland wäre auf dem Weg ins „Vierte Reich", und die Vorboten einer braunen Revolution würden unser Land überschwemmen. Wie soll es bei so viel Depression, Zukunftsangst und der Sorge um das Wohlergehen der nächsten Generationen, echte Weihnachtsstimmung geben? Es gibt nur eine Möglichkeit: Wir alle sind gefordert, uns die nötigen Rückzugsräume zu erkämpfen. Das funktioniert nur, wenn wir auf die Regierenden den Einfluss nehmen, der uns als deren „Vorgesetzte" zusteht. Nicht nur, weil wir selbst uns nach etwas mehr Ruhe, Frieden und Gerechtigkeit sehnen, sondern weil unsere Welt für unsere Kinder gerettet werden muss. So wie am 24. Dezember vor 2.011 Jahren. Ihre Meinung? Mailen Sie mir: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .« |