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| Schluss mit Duckmäuserei: Forderungen durchsetzen! |
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| Geschrieben von: Dirk Lorey |
Die Bundesgrenzschutz-Kaserne wurde aufgestockt. Der ICE hält regelmäßig. Ein neues Autobahndreieck sorgt für eine noch bessere Fernanbindung. Die Gerichtsbarkeit wird aufgewertet. Das alles noch keine fünfzig Kilometer südlich von uns, in Fulda. Mit Respekt wird sowohl in unserem Nachbarlandkreis als auch bei uns der Name Alfred Dregger genannt. Der konservative Politiker war Oberbürgermeister in Fulda, Landtags- und Bundestagsabgeordneter. Und Dregger besaß Einfluss. Niemand hätte es wohl gewagt, den Landkreis Fulda so zu rasieren, wie es seit Jahren im Kreis Hersfeld-Rotenburg üblich geworden ist.
Es hängt also ganz klar von Personen ab, wie unser Landkreis in Berlin oder Wiesbaden behandelt wird. Einen Alfred Dregger, unter dem sein Heimatkreis einen nahezu beispiellosen Aufschwung genommen hatte, haben wir leider nicht. Dafür wird unsere Region von drei Landtags- und zwei Bundestagsabgeordneten vertreten. Zudem haben insgesamt 20 Bürgermeister und ein Landrat ständig Kontakt mit den Ministerien, zumindest auf Landesebene. Diese große Mannschaft hat nicht verhindert, dass es, vor allem in Rotenburg, eingeschlagen hat. Das allein ist traurig genug. Jetzt bildet sich in der Fuldastadt etwas Neues. Aus dem Runden Tisch, der sich in dieser Woche zum ersten Mal zusammengesetzt hat, wird ein Arbeitskreis Stadtentwicklung hervorgehen. Dieser wird sich mit der Zukunft Rotenburgs befassen - und er wird Forderungen formulieren. Damit diese laut und deutlich sowohl im Land als auch im Bund vernehmbar sind, benötigt es Hilfe. Möge niemand aus Bad Hersfeld, Bebra oder Heringen glauben, dass die Rotenburger Interessen nicht auch seine eigene Kommune betreffen. Sowohl in Berlin als auch in Wiesbaden ist klar: Was man den Rotenburgern antun kann, kann man auch den anderen Kommunen in einem Kreis zumuten, der keine starke Stimme hat. Botschaft und Auftrag gelten für uns alle: Zusammen stehen und Flagge zeigen. Dass Rotenburg Ausgleichszahlungen für die Kaserne benötigt, ist selbstverständlich. Dass infrastrukturelle Maßnahmen wie eine dritte Fuldabrücke und die Ortsumfahrung Lispenhausen auf die Tagesordnung müssen, ist ebenfalls klar. Diejenigen, die uns hier gerupft haben wie die Hühner, müssen jetzt endlich das Verkehrsprojekt A4 von Hattenbach nach Olpe freigeben - das muss eine der Hauptforderungen sein. Ansonsten wird unsere Wirtschaftskraft durch die A 44, die an unserem Landkreis vorbeifährt, ein weiterer Hieb für uns werden. Wir wollen aber nicht nur die optimale Fernstraßenanbindung, wir benötigen für Pendler und Geschäftsreisende auch den ICE, der bei uns hält. Wir wollen die Gesundheitsregion stärken und die Hochschulregion ausbauen. Unsere Funktion als Logistik-Drehscheibe muss weiter gestärkt werden. Alle diese Dinge müssen deutlich und mit Nachdruck kommuniziert werden. Sie sind uns allen dienlich. Aber: Wer etwas fordert und dabei wie ein Mäuschen piept, der wird nichts erreichen. Schluss jetzt mit dieser Duckmäuserei. Wenden Sie sich an Ihren Abgeordneten und sorgen Sie mit dafür, dass unser aller Interesse laut, deutlich und mit Nachdruck durchgesetzt wird. Ihre Meinung? Mailen Sie mir: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .« |