Eine Schande! Druckbutton anzeigen? E-Mail
Freitag, den 27. Januar 2012 um 18:56 Uhr
Im und nach dem letzten Weltkrieg war es eine Sünde, Essbares wegzuwerfen. Heute ist das gang und gäbe. In fast allen Haushalten kommt regelmäßig mehr auf den Tisch, als gegessen werden kann. Der Rest wandert in die Tonne. In den Lebensmittelläden ist überall das Angebot viel größer als der Bedarf. Das führt zu Haltbarkeitsablauf und Verderb von Nahrung, die dann entsorgt werden muss. So kommt es in unserer deutschen Wohlstandsgesellschaft zur Vernichtung von 250 kg Lebensmitteln jährlich pro Kopf der Bevölkerung – vom Baby bis zum Greis. Das ist eine Schande für uns alle. Zusätzlich sollte uns zu denken geben, dass wir die Kosten der Überproduktion und anschließenden Entsorgung auch noch tragen müssen. Bei diesem Thema ist es lobenswert, wenn sich Organisationen wie die Tafel darum bemühen, noch gute Lebensmittel vor dem Müll zu bewahren und an Bedürftige zu verteilen. Das ist aber nur der Tropfen auf den heißen Stein. Deshalb müssen wir uns bei jedem Nahrungsmitteleinkauf fragen, was wir wirklich brauchen und aufbrauchen können.

Es grüßt vom Stammtisch:

Euer Michel!

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