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CDU: Kasernenschließung endgültig PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Freitag, den 11. November 2011 um 11:17 Uhr

(v. li.): Dr. Christean Wagner, Dr. Karl-Ernst Schmidt und Thorsten BloßCDU-Landtagsfraktionsvorsitzender Dr. Christean Wagner, wirtschaftspolitischer Sprecher Dr. Walter Arnold und CDU-Hersfeld-Rotenburg besuchten  die Alheimer-Kaserne in Rotenburg

ROTENBURG. - Sich zunächst einen genauen Überblick über die örtlichen Gegebenheiten zu verschaffen, war der Hauptgrund eines gemeinsamen Besuches des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, dem wirtschaftspoltischen Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Walter Arnold, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, dem künftigen Rotenburger Bürgermeister Christian Grunwald sowie Teilen der CDU-Kreistagsfraktion und des Kreisvorstandes in der Alheimer-Kaserne in Rotenburg. Man wolle zeitnah die bestmögliche Lösung zur Nutzung der Kasernengebäude nach der beschlossenen Schließung des Bundeswehrstandortes finden. Dazu sei es vorab notwendig den Zustand der zum Teil neuen und sanierten Gebäude zu beurteilen. Man müsse heute die Weichen stellen, um für den Tag der Schließung gerüstet zu sein, erklärte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt.

 

Der Kommandant des aufzulösenden Battallions Oberstleutnant Reinhardt berichtete ausführlichv. li. : Dr. Walter Arnold, Dr. Christean Wagner und Hauptfeldwebel Svensen über den aktuellen Sachstand der Schließung, die endgültig entschieden sei. Dies habe ihm Verteidigungsminister de Maiziere in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Es sei zeitlich noch nicht genau festgelegt, wann die ca. 500 Soldaten umfassende Kompanie aus Rotenburg abgezogen sein werde. Dies werde bis spätestens 2017, frühestens aber 2013 der Fall sein, so Reinhardt. Die Liegenschaft, die derzeit noch in die Kompetenz der Wehrverwaltung falle, umfasse zehn Gebäude. Darunter viele neue Gebäude, wie die sanitären Anlagen, der zivile Verwaltungsbetrieb, die Küche sowie das Sanitätsgebäude, in dem derzeit noch die Praxis eines zivilen Zahnarztes untergebracht ist. Außerdem verfüge die Kaserne über ein Kleinspielfeld, ein Beachvolleyballfeld und eine Turnhalle, die derzeit als die modernste der gesamten Bundeswehr gelte. Ein wichtiger Aspekt sei außerdem die vorhandene Glasfaserverkabelung, so Reinhardt.

Der künftige Rotenburger Bürgermeister Christian Grunwald zeigte von städtischer Seite gerade an der Turnhalle großes Interesse. Wie die Anlagen künftig genutzt werden und für Investoren attraktiv würden, hänge stark von der Infrastruktur im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der B83 als Ortsumgehung Lispenhausen-Rotenburg ab. Die Möglichkeit einer zusätzlichen Brücke über die Fulda könnte hierfür ein Schlüssel für die künftige Nutzung sein, erläuterte Grunwald.

Sorge um zivile Beschäftigte

v. li.:Dr. Walter Arnold, Dr. Christean Wagner, Dr. Karl-Ernst Schmidt und Christian GrunwaldMit Sorge betrachtete der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Herbert Höttl die Auswirkungen für die ca. 50 zivilen Beschäftigten und die Lieferanten, die zum großen Teil aus der Region kommen. Man müsse alles daransetzen, für diese möglichst keine Nachteile entstünden.

Dr. Christean Wagner und Dr. Walter Arnold versprachen von Seiten des Landes die bestmögliche Unterstützung bei der Umsetzung der Pläne zu geben. Man werde sich auch bei der künftig für die Vermietung und Verkauf der Liegenschaft zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einzusetzen, sagte Dr. Arnold.

„Wir möchten die Stadt Rotenburg bei der Entwicklung neuer Ideen und Perspektiven für das Kasernengelände unterstützen. Das direkte Gespräch und die vor Ort gewonnen Eindrücke sindv. li.:Dr. Walter Arnold, Dr. Christean Wagner, Dr. Karl-Ernst Schmidt und Christian Grunwald dazu eine große Hilfe, die sich durch kein Aktenstudium ersetzen lässt. Der Bürger in Uniform prägt die Stadt, in der er stationiert ist. Wir bedauern es daher sehr, dass Rotenburg den Standort verlieren wird. Jetzt gilt es aber, die Chancen der Liegenschaft zu erkennen und zu nutzen", so Dr. Wagner. Die CDU-Landtagsfraktion werde die Entwicklung begleiten und beim Konversionsprozess helfen, wo sie könne, so der Fraktionsvorsitzende abschließend.

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