Resolution zur geplanten Schließung der Alheimer Kaserne fordert Unterstützung der Landes- und Bundesregierung
ROTENBURG. - Die Stadtverordnetenversammlung der Fuldastadt entschied am Donnerstag, 3. November, über eine Resolution bezüglich der Schließung der Alheimer Kaserne.
Die SPD-Fraktion hatte zuvor am Montag, 31. Oktober, unter Vorsitzendem Wilfried Pfister einen zusätzlichen Tagesordnungspunkt für diesen Zweck gefordert. Dem Dringlichkeitsantrag wurde unter großem Einvernehmen der UBR und CDU statt gegeben.
Der Vorschlag einer Resolution von der SPD wurde von UBR und CDU mit der Ergänzung einer weiteren Forderung angenommen.
Die Schließung des Standorts Rotenburg habe in einer Reihe weiterer bereits erfolgter Behördenschließungen erheblich negative Auswirkungen für die gesamte Region. Diese wirken der Anstrengungen zur Stärkung des ländlichen Raums und zur Abmilderung der Auswirkungen des demografischen Wandels in der Stadt entgegen, waren sich die Stadtverordneten einig.
Die Frage um die neue Nutzung des Kasernengeländes zur Kompensation der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nachteile könne die Stadt Rotenburg nicht allein bewältigen.
In der Resolution wird gefordert, dass, sollte es bei der Entscheidung zur Standortschließung bleiben, die Bundes- und Landesregierung durch Schaffung notwendiger Infrastruktur und wirtschaftlicher Ausgleichsmaßnahmen Rotenburg unterstützt.
Dazu gehöre der schnellstmögliche Bau der Ortsumgehung Lispenhausen der Bundesstraße 83 mit dem einhergehenden Bau einer dritten Fuldabrücke zur direkten Anbindung an das bisherige Kasernengelände.
Weiterhin wird eine unentgeltliche Rückgabe des an die Bundeswehr verkauften Stadtwaldes (100 ha) gefordert.
Die CDU fügte die Forderung, zur Sicherstellung der Attraktivität der Gebäude für Vermarktungszwecke alle in der Alheimer Kaserne begonnenen oder bereits vergebenen Baumaßnahmen fertigzustellen, hinzu.
Überlegungen für neue Nutzung
SPD-Fraktionsvorsitzender Pfister nannte einen Vorschlag für die zukünftige Nutzung des Kasernengeländes. Es gäbe Gerüchte, dass die Bereitschaftspolizei des Bundes aufgestockt werden solle. Für eine Verlegung des zentralen Standorts der Bereischaftspolizei nach Rotenburg seien ideale Voraussetzungen gegeben, erklärt Pfister. Unterkünfte, Kfz-Hallen, eine neue Sporthalle, Schießbahnen und vieles mehr seien immerhin vorhanden.
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